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Von wegen geheim

“Dazu darf ich nichts sagen, das ist ein Thema aus dem Verwaltungs­ausschuss, und der tagt geheim!” ist eine nervtötend häufige Antwort auf so manche Bürgerfrage.

Dabei ist das ziemlicher Unsinn, hält sich aber wie viele Irrtümer erstaunlich hartnäckig. Die Sitzungen der so genannten Haupt- oder Verwaltungs­ausschüsse sind „nicht öffentlich“. Das bedeutet aber keinesfalls, dass die dort verhandelten Themen geheim wären.

Lediglich Gegenstände, die der Amtsver­schwie­genheit unterliegen -das sind die wenigsten- dürfen nicht „ausgeplaudert“ werden; im übrigen unabhängig davon, ob davon im Ausschuss, im Bus oder im Freibad die Rede war.

Die Mär vom Geheimausschuss hat vor allem unter konservativen LokalpolitikerInnen viele Fans, die ihr “Volk” offenbar für zu dämlich halten, alle Details der Rats- und Verwaltungsarbeit zu verstehen. Da sonnen sich viele im Glanz exklusiven Herrschaftswissens. Und das hartnäckige Herumreiten auf der vermeintlichen Vertraulichkeit eines Großteils der Ratsarbeit ist eine dichte Hecke um dieses politische Idyll.

Wir möchten die Informationen über unsere politische Arbeit auf diesen Seiten künftig etwas verdichten und regelmäßiger als bislang aus den Räten und Gremien berichten. Dazu gehören natürlich auch “VA-Themen”. Ganz unheimlich.

 

Fraktionssprecher im Reppenstedter Gemeinderat

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