Oliver Kraemer

„Elektromobilität ist machbar – auch in Gellersen…

Oliver Kraemer elektromobil

Oliver Kraemer in der Reppenstedter e-Tankstelle

… und schon heute mit etwas gutem Willen im täglichen Einsatz nutzbar“ meint Oliver Kraemer aus Westergellersen, Sprecher der Grünen im Landkreis Lüneburg.

Seit einigen Tagen nennt ein rein elektroangetriebenes Fahrzeug der Marke Renault sein Eigen. Ein langjährig genutztes und aus umweltschutzgründen schon früh auf Autogas umgerüstetes Fahrzeug, wurde über die Jahre zu reparaturanfällig und musste kurzfristig ersetzt werden. Es sollte eine ökologische Alternative her.

Da selbst die kleinsten Fahrzeuge mit thermischem Antrieb heute je nach Einsatz und Motor immer noch bis zu 5 – 6 Liter Kraftstoff verbrauchen und knapp 100 g CO2 produzieren, war die Entscheidung nach etwas Überlegung leicht.

Mir war ein Fahrzeug wichtig, das einen ökologischen Antrieb hat, aber dennoch für den täglichen Einsatz nutzbar ist“, erklärt der im Außendienst tätige Kraemer und beschreibt die unbestreitbaren Vorteile der Technologie:

“80 % der Autofahrer nutzen ihre Fahrzeuge ausschließlich in der Kurzstrecke. Selbst bei Fahrten zur Arbeit kommen die meisten Fahrer nicht über 60 bis 70 Streckenkilometer pro Tag hinaus. Dies ist der klassische Einsatzbereich von Elektrofahrzeugen. Mit einer Reichweite von bis zu 180 km ist aber auch durchaus ein deutlich größerer Aktionsradius, z.B. für Fahrten zum Sport, zum Einkaufen in die Stadt, zur Nachhilfe für die Kinder oder für kürzere Wochenendfahrten möglich.

Die Reichweite ist stark von der Fahrweise abhängig. Mit einem Elektroauto lernt man wieder vorausschauend und überlegt zu fahren.

Die Kosten mit dem in der Anschaffung des gegenüber einem konventionell angetriebenen Fahrzeuges höheren Kaufpreis, relativieren sich über die Nutzungsdauer durch die deutlich niedrigeren Verbrauchskosten. Lediglich ca. 7.- € Strom für eine Ladung. Macht ca. 3,50 € für 100 km. Dies ist mit einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor wohl kaum zu erreichen. Weiterhin kann man an vielen öffentlichen Stromsäulen oft kostenfrei Strom laden und dazu meist auch noch ohne Gebühr innenstadtnah parken. Wer eine Photovoltaik – Anlage nutzt, kann zusätzlich durch seinen selber produzierten Strom sparen. Ein weitere Vorteil sind kaum nennenswerte Werkstatt – und damit Folgekosten. Kein Öl, kein Ölwechsel, kein Kraftstoff– und Ölfilter, kein Katalysator, kein Auspuff und kein Zahn – oder Keilriemen sind kostspielig zu erneuern. In den ersten Jahren fallen somit so gut wie keine größeren Werkstattkosten an. Und eine Abgasuntersuchung kann man auch unberücksichtigt lassen.

Weiterhin sind alle elektroangetriebenen Fahrzeuge bis ins Jahr 2025 von der KFZ Steuer befreit.

Elektroauto fahren macht aber nicht nur dank des Automatikgetriebes und der niedrigen Innenraumgeräusche ( selbst bei 130 km/h kann man eine Stecknadel im Innenraum fallen hören ) wirklich Spaß; Es ist wie Autoscooter fahren, nur ohne ‘Bums’, und die verwirrten Gesichter von Fußgängern an der Ampel, wenn so ein Fahrzeug beim Anfahren gar keine Geräusche macht, sind schon amüsant..

Ein Stromanbieterwechsel stand mit dem Erwerb des neuen stromgetriebenen Fahrzeugs auch gleich an. Wir haben zwar unseren Strom bisher bereits bei einem Öko – Stromanbieter bezogen, der nicht zu den großen bekannten Stromkonzernen gehört und auch Strom aus 100 % regenerativer Herstellung liefert. Nun aber freuen wir uns mit einem neuen Anbieter aus Lüneburg einen regionalen Anbieter gefunden zu haben, der bei gleichen Anforderungen sogar noch etwas günstiger ist und demnächst auch einen eigenen Tarif für Elektromobil – Nutzer anbieten wird.

In der Samtgmeinde Gellersen gibt es bereits eine moderne, externe Ladestation für Elektrofahrzeuge bei der Fa. David Kommunikation in Reppenstedt. Gegen einen kleinen Obolus bekommt man auf einem bewachten und überdachten Stellplatz fast rund um die Uhr nach kurzer Voranmeldung den nötigen Strom für sein Elektrofahrzeug. Eine private Initiative auf Anregung des Gemeinderates in Reppenstedt. Hoffen wir auf weitere Stromsäulen in Gellersen.

Mit immer mehr elektrobetriebenen Fahrzeugen (in Westergellersen sind es schon drei) ist jetzt die Samtgemeinde gefordert, eine adäquate Ladeinfrastruktur aufzubauen. Es macht, auch für die nötige Akzeptanz der Elektromobilität, durchaus Sinn, z.B. auf dem Parkplatz in der Nähe der Cambio Mietwagenstation in Reppenstedt eine weitere Stromladesäule zu installieren. Die Kombination Einkaufen und Elektrofahrzeug laden oder Mietwagen für weitere Strecken ausleihen und Elektrofahrzeug laden, wäre hier die ideale Konstellation.

Heute mag so mancher noch über solche Forderungen schmunzeln. Aber schon bald werden elektrobetriebene Fahrzeuge zum festen Bestandteil des Straßenbildes gehören. Die heute noch günstigen Kraftstoffpreise verzerren etwas das Bild des bekannt endlichen fossilen Rohstoffs.”

Somit gibt es wieder ein rein elektrobetriebenes Fahrzeug in der Samtgemeinde Gellersen mehr, und damit ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor weniger. Für weniger Lärm – und Schadstoffbelastung in unserer schönen Samtgemeinde. Denn Grüne in Gellersen zeigen, dass sie nicht nur über Klimaschutz reden sondern auch selber danach handeln.

Ortsverbandssprecher OV Gellersen Ratsherr in Westergellersen

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