Breitband boomt

Josef Röttgers präsentiert die Zahlen mit sichtlicher Freude: Die angepeilte Vorvermarktungsquote für Glasfaseranschlüsse in den Gellerser Dörfern von 60% wurde erheblich überschritten. Das war das Absatzziel für Vorverträge, das heißt, 60% der unterversorgten Haushalte mussten zunächst einmal erklären, dass sie bereit sind, kostenpflichtig mitzumachen, bevor der Ausbau überhaupt losgeht. Dafür zahlen diese frühen Vögel keine Anschlussgebühr. Im Vorfeld gab es durchaus Skepsis, ob diese Marke zu erreichen ist.

Am Ende hatten nun aber sogar um die 80% der Haushalte in allem, was auf -gellersen endet unterschrieben. Den Vogel abgeschossen hat aber Dachtmissen mit unglaublichen 93%. Der grüne Ratsherr Mark Stark hatte dort die Werbetrommel zum Glühen gebracht.

Der Erfolg zeigt vor allem, dass das Konzept der Samtgemeinde Elbmarsch auch in Bardowick und Gellersen gut funktioniert und offenbart gleichzeitig die Schwäche des vom Landkreis in der letzten Wahlperiode eingeschlagenen Weges der „Wirtschaftlichkeitslückenförderung“. Der Kreistag hatte 2015 beschlossen, einem Privatanbieter dafür eine ziemliche Summe Geld zu geben, damit der das Netz in den scheinbar weniger lukrativen Bereichen des Landkreises eigenwirtschaftlich ausbaut. Eine Art Buschzulage für Telekomunternehmen gewissermaßen.

Dass wir damit jedoch Haushaltsmittel einsetzen, ohne dass die geschaffene Infrastruktur anschließend in unserer Bilanz auftaucht, stieß einigen Grünen schon damals auf. Umso größer ist unsere Freude, dass wir es zumindest in Gellersen und Bardowick besser machen können und das auch qualitativ: Eine moderne Glasfaser-bis-ins-Haus Technologie erlaubt ganz andere Bandbreiten als die Nutzung vorhandener Kupferkabel.

Den Betrieb wird ein kommunales Unternehmen im Besitz der Samtgemeinden Elbmarsch, Bardowick und Gellersen, die ElbKom AöR (Anstalt öffentlichen Rechts), übernehmen. So ist sichergestellt, dass das Netz nach dem Ausbau in öffentlicher Hand bleibt. Die Stammkapitaleinlage Gellersens soll 100.000 € betragen; die Summe gab der Samtgemeinderat am Montag frei. Der erste Spatenstich für den Netzbau wird wohl noch in diesem Jahr gesetzt.

Fraktionssprecher im Reppenstedter Gemeinderat

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